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~ Milch-Speisen

beinhalten alle Milchproduke und Milchspeisen. Die Milch muss von einem koscheren Tier abstammen. Milchspeisen dürfen keinerlei nicht koschere Bestandteile oder tierische Fette enthalten.

~ Neutrale Speisen (parve)

parve sind alle Lebensmittel, die weder zu Milchspeisen oder Fleischgerichten gehören. Fische mit Kiemen, Flossen und Schuppen. Eier, Obst und Gemüse. Getreide und Hülsenfrüchte. Bei den Eiern muss man sich immer vergewissern, dass diese keinen Keim enthalten, was bedeuten würde, dass sie nicht gegessen werden dürfen. Obst und Gemüse wird sehr gründlich gewaschen und gesäubert, Maden dürfen nicht vorhanden sein. Das gilt auch für Mehl, Zucker und alle Gewürze.

Auberginen

sind das vielfältigste Gemüse in der israelischen Küche. Die Auberginen können gebraten, gebacken oder gekocht oder geröstet werden. Mit ihnen kann man sehr schmackhafte kalte und warme Gerichte zubereiten.

Chumus

ist eine der beliebtesten Speisen in Israel. Chumus wird aus (zuerst eingeweichten und dann) gekochten Kichererbsen hergestellt. Chumus wird nicht mit der Gabel gegessen, sondern man löffelt ihn mit einem Stückchen der Pita vom Teller weg.

Falafel

ist der populärste Imbiss in Israel. Er besteht aus einer Pita, in die kleine in Öl gebackene Klöße gefüllt werden. Diese sind pikant gewürzt und werden aus Kichererbsen zubereitet. In die Pita werden auch verschiedene Salate gefüllt und als Krönung die Tahina.

Tahina

ist eine Allzwecksoße, die aus Sesamsamen hergestellt wird. Sie sieht aus wie Mayonaise und wird als Salatsoße, als Dip oder als Vorspeise serviert.

Rote Grütze

wird immer aus frischen Früchten hergestellt und geliert mit Hilfe von Zucker und Zitronensaft. Gerne wird sie als Dessert gegessen.

Tscholent

ist ein typisches Schabbatessen in unserer Gemeinde. Ein Essen aus Bohnen, Kartoffeln und Gemüse. Da man am Schabbat von Freitag Sonnenuntergang bis in den Samstag zu Sonnenuntergang nicht arbeitet, wird dieses Gericht in einem großen Topf am Freitag vorbereitet und langsam über Nacht in schwerem Topf bei geringster Temperatur gegart. Tscholent kann sowohl vegetarisch als auch fleischig zubereitet werden.

Orientalischer Kaffee

wird gerne in einem s.g. Finjan zubereitet. Diese Kanne ist oben offen und hat einen langen Griff, die Kanne steht auf einem Stövchen. Neben Kaffee und Zucker kommt ein wenig grüner Kardamom dazu.

Kardamom

gehört zu den ältesten Gewürzen der Welt, es stammt urspünglich aus Indien und es ist das Gewürz, dass auch im Beth Café viel verwandt wird.

Bulgur

eines der Hauptbestandteile unserer Taboule ist ein grober Weizengrieß. In der orientalischen Küche findet Bulgur vielfältige Verwendung.

Minze

gehört klein gehackt in die Taboule und als Würze in Obstsalate. Wir servieren Nana-Tee, d.h. Tee mit frischer Minze und Sesam.

Pita

ist das Fladenbrot des Mittleren Ostens, das in Israel mit Begeisterung angenommen wurde. Sie schmeckt am besten, wenn sie noch frisch und warm ist und besonders, wenn man dazu Delikatessen wie Tahina, Chumus und Falafel isst. Die Pita ist rund, flach und hat eine Tasche, die mit verschiedenen Speisen gefüllt werden kann. Pita lässt sich leicht auch zu Hause herstellen (1 EL Hefe, 1 TL Honig, 1 kg Mehl und 1 EL Salz). Der Backofen muss sehr gut vorgeheizt werden (230 C), denn nur dann blähen sich die Pitot beim Hineingeben auf und bilden die Tasche (Backzeit ca 8 - 10 Minuten).

Lokschenkiegel

ist ein süßer Nudelauflauf mit Ei, gewürzt mit braunem Zucker und Zimt und Rosinen. Gerne wird dazu ein süßer Sirup, Kompott oder Sahne gereicht.

Challa

wird im deutschen Sprachgebrauch auch "Barches" genannt und ist ein zu Zöpfen geflochtenes Hefeweißbrot mit Ei. Die Challa für Rosch Haschana ist immer rund. Kein Schabbat oder Feiertag (mit Ausnahme von Pessach) beginnt, ohne dass zwei Chalott auf dem schön gedeckten Tisch liegen. Der Segen, der vor dem Essen über Wein und Wein gesprochen wird, gehört zu den rituellen Handlungen. Segen heißt hebräisch Bracha und es ist überliefert, dass von diesem Wort das hier auch gebräuchliche Wort Barches abgeleitet ist.

Gefillte Fisch

ist im Beth Café selbstverständlich hausgemacht. Das Rezept ist überliefert, die Zubereitung aus Karpfen, Weißfisch, Zwiebeln, Eier, Öl Salz, Pfeffer und Zucker, Mazzemehl und Wasser ist kompliziert und erfordert einige Zeit in der Vorbereitung. Aber der Geschmack entschädigt. Gefillte Fisch wird kalt gegessen, hier ist er süß und scharf und wird mit Kren serviert.

Kren

frisch geriebener Meerrettich, angemacht mit Roten Rüben, Salz, Zucker und Zitrone ist oftmals so scharf, dass der Kren die Tränen in die Augen treibt (vor Freude über den guten Geschmack auf der Zunge).

Krupnik

Pilzsuppe mit Graupen und geschmorten Zwiebeln. Wird gerne mit saurer Sahne gegessen.

Mazzeknödel

werden immer zu Pessach gegessen, denn der Mazzeteig enthält keine Hefe. Im Beth Café gibt es sie das ganze Jahr hindurch, außer in der Zeit zwischen Purim und Pessach. Die Mazzeknödel sollten immer extra gekocht werden und dann als Einlage in die Suppe kommen, denn erst beim Kochen gehen sie auf und saugen sich mit Flüssigkeit voll.

Lekach

Honigkuchen, der oft zu Rosch Haschana gereicht wird. Außerdem wird er die gesamten Hohen Feiertage hindurch gegessen. Als süße Speise gilt er auch als ein Symbol der Hoffnung. Lekach soll ein süßes Neues Jahr bringen.

Was ist koscherer Wein?

"Koscher" wird als Synonym von "rein" verwendet, heißt wörtlich "geeignet" und ist in den jüdischen Gesetzen zur Ernährung fest verankert. Die Gesetze folgen damit genau den Vorschriften der Torah. Im Weinbau ist die Auslegung besonders streng. So darf in den Weinbergen weder Obst noch Gemüse zwischen den Weinstöcken wachsen. Die Trauben eines neuen Einstocks werden vor dem 4. Jahr nach der Pflanzung nicht für die Weinproduktion verwendet. Zusätzlich gibt es die Gesetze der "Schmitta", wonach die Felder und Weinberge in jedem 7. Jahr ruhen müssen. In diesem so genannten "Schabbat-Jahr" können angebaute Agrarprodukte und Weine nicht als koscher ausgewiesen werden. Nach der Traubenlese erfolgt eine Überwachung durch anerkannte Rabbiner, die in der Kellerei die Einhaltung folgender Vorschriften kontrollieren:
  • In der Weinproduktion dürfen nur männliche Juden arbeiten, die den Schabbat einhalten.
  • Die Produktionsanlagen müssen intensiv gereinigt und sterilisiert sein.
  • Die zum Klären und Filtern verwendeten Stoffe sind "koscher" und dürfen nicht tierischen Ursprungs sein.
  • Der Wein ist "mevuschal", um sicher zu stellen, dass er auch "koscher" bleibt, wenn ein Jude, der den Sabbat nicht einhält, ihn ausschenkt. Der Begriff "mevuschal" steht für "gekocht". Es wurde eine "Blitz"- Pasteurisation entwickelt, die von religiösen Juden als "mevuschal" anerkannt wird, die Qualität des Weines jedoch nicht beeinflusst.
  • Die "Maaser"-Zeremonie wird durchgeführt. Dies bedeutet, dass 1% der gesamten Produktionsmenge vernichtet wird; als Symbol für die Abgabe des Zehnten an die Kohanim Gedolim (Hohenpriester) während der Zeit des Ersten und Zweiten Tempels in Jerusalem.

~ Fleisch-Speisen (nicht im Beth Café erhältich)

kommen immer von rituell geschächteten Tieren. Den Vorschriften der Kaschruth entsprechend müssen es Wiederkäuer mit gespaltenen Klauen oder Hufen (Paarhufer) sein (Rinder, Ziegen und Schafe). Außerdem ist folgendes Geflügel koscher: Gänse, Enten, Hühner, Puten, Tauben, Fasane.