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Gemeindehaus

Nachdem sich ab 1870 Gemeindehaus und Synagoge in der Gipsstraße befunden hatten, wurden sie 1904 in die Artilleriestraße 31 verlegt, wo sie sich noch heute befinden.

Der Bau des, von den Architekten Höniger und Sedelmeier entworfenen, Gebäudes in der Artilleriestraße 31 (heute: Tucholskystraße 40) wurde durch eine großzügige Spende des Mäzens Israel Kesslers finanziert. Er spendete im Jahre 1899 die Summe von 400 000 Mark. Die zweite Synagoge der Adass Jisroel befand sich seit 1924 in der Straße Siegmundshof, am Spreeufer in Berlin-Tiergarten. Adass Jisroel PDF (3,5 MB)Schreiben des VEB Kommunale Wohnungsverwaltung der DDR, den "Neuputz der Straßenfassade (...) Tucholskystraße 40" betreffend (1961).


Die wieder eingeweihte Synagoge der Adass Jisroel

Zum Purim-Fest am 10. März 1990 eröffnete die jüdische Gemeinde Adass Jisroel - nach 50 Jahren erzwungener Unterbrechung - an historischer Stelle, in der Tucholskystraße 40, ihre Synagoge wieder. Am Tag darauf fand der erste reguläre G'ttesdienst statt.

Im Oktober 1869 war die erste Synagoge von Adass Jisroel in Berlin-Mitte, an der Spandauer Brücke 9a eröffnet worden. Im Jahre 1955 ließ der Senat von Berlin (West) das G'tteshaus der Adassianer im Tiergarten, Siegmundshof 11, schleifen.

Das 1904 in der Artilleriestraße 31 eröffnete Gemeindezentrum von Adass Jisroel wurde 1939 von der Gestapo geschlossen, doch die dazugehörige Synagoge überstand die Zeit von 1933 bis 1945 und den zweiten Weltkrieg ohne große Schäden. Rund 60 - 70 Prozent der Bausubstanz der Synagoge hielten dem Bombenkrieg und dem bereits vorhergehenden Naziterror stand. In einer konzentrierten Aktion von Desinteresse und Feindseligkeit wurde die Synagoge dann, 22 Jahre nach Kriegsende (1967), von der DDR dem Erdboden gleich gemacht.