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Die Gemeinde Adass Jisroel und das ihr angeschlossene Rabbiner-Seminar zu Berlin besaßen bis Mitte der 30er Jahre des XX. Jahrhunderts umfangreiche Bibliotheksbestände mit weit über 30.000 Bänden. Im Zuge der Verfolgung, Entrechtung und Enteignung von Adass Jisroel wurde dieser Bestand von den Nazis geplündert. Bis zum heutigen Tage gilt der überwiegende Teil der damaligen Medien als verschollen, vermisst bzw. unauffindbar. Die derzeit über ca. 5000 Medieneinheiten verfügende Gemeindebibliothek versteht sich aus diesem Grund nicht als „Wiedereröffnung“ der historischen Bibliothek des Hauses, sondern als Neueröffnung.

Hauptaufgaben der Fachbibliothek sind die Sammlung, Erschließung und Bereitstellung von Überlieferungen der Adass Jisroel Berlin und des gesetzestreuen Judentums in Deutschland. Die sich daraus ableitenden Hauptsammelschwerpunkte umfassen sowohl Judaica, wie auch die Geschichte des Judentums im Allgemeinen und Europas im 20. Jahrhundert im Besonderen. Belletristik in Deutsch, Russisch, Hebräisch, Englisch und weiteren Sprachen, Kinder- und Jugendliteratur, Biographien, sowie ein interessantes Angebot an audio-visuellen Medien runden das Informationsangebot der Bibliothek ab. Berechtigt zur Nutzung der Bibliothek sind alle Mitglieder der Adass Jisroel Berlin.

Der gesamte Medienbestand der Bibliothek ist in einem elektronischen Katalog sowohl formal (RAK-WB, Regeln für die alphabetische Katalogisierung in wissenschaftlichen Bibliotheken), als auch inhaltlich (Schlagwortnormdatei, SWD) erfasst. Den Bibliotheksnutzern steht dieser Katalog innerhalb des Hauses zur Verfügung. Am Regal ist der Bibliotheksbestand nach einer hauseigenen Systematik geordnet und aufgestellt.

Bücherspenden werden, nach vorheriger Absprache, gern entgegengenommen.

Zusammen mit dem liebevoll gepflegten Gemeindearchiv bildet die Gemeindebibliothek das Informations- und Dokumentationszentrum des Hauses.