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Adass Jisroel
28. Oktober 2012

Einbruch im Gemeindefriedhof Adass Jisroel - selektive Betroffenheit im Berliner Senat (PRESSEMITTEILUNG)

Unbekannte sind in den Friedhof der Israelitischen Synagogen-Gemeinde (Adass Jisroel) zu Berlin in Weissensee eingedrungen. Aus dem Materiallager wurden technische und elektrische Geräte sowie Werkzeug zur Instandhaltung und Pflege des Gemeinde- Friedhofs und seiner Anlagen entwendet. 

 

Ein Großteil der auf dem Friedhof befindlichen Grabanlagen gehört zu Familien, die im Holocaust ermordet wurden, für die es keine Nachkommen gibt. Die Gemeinde kommt für sie auf. Der Erhalt, der Schutz und die Pflege des Friedhofs ist ohne staatliche Förderung nicht möglich.

 

Anders als bei den anderen drei jüdischen Friedhöfen Berlins, die maßgeblich mit staatlichen Zuwendungen erhalten und gepflegt werden, hat der Senat von Berlin  die Förderung des Gemeindefriedhofs von Adass Jisroel seit 2010 eingestellt und zugleich das Bundesinnenministerium dazu gebracht, ebenfalls seine bisherige Unterstützung des Friedhofs im Rahmen der Bund-Länder-Vereinbarung zum Erhalt der historischen jüdischen Friedfhöfe Deutschlands abzubrechen. Trotz wiederholter Anträge verweigert der zuständige Senator für Kulturelle Angelegenheiten diesem jüdischen Friedhof jede Unterstützung.

 

Der 1880 eröffnete Friedhof der gesetzestreuen jüdischen Gemeinde Adass Jisroel ist zusammen mit dem ebenfalls im gleichen Jahr im Berliner Bezirk Weissensee eröffneten Friedhof der Jüdischen Gemeinde zu Berlin der älteste, erhaltene jüdische Friedhof Berlins, in dem bis heute Bestattungen stattfinden.

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